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Der Adler – heute und in der Vergangenheit!

Der Adler ist für viele als ein Symbol der Nationen bekannt. Als Zeichen des Sieges, des Stolzes, der Macht und der Ehrfurcht. Könige wählten dieses Tier, als das ihrige und machten es fast zum am meisten verwendeten Tiersymbol. Des Adlers Augen alles sehend, unrecht abwendend. Patriotismus spüren viele, wenn sie einen ästhetischen Adler beäugen, der seine Flügel schwingt. Ein schönes Tier, das zu enormer Fantasie anregt. Doch was war der Adler für die Ahnen, als sie ihn beschauten. Kam er bei ihnen überhaupt vor? Ist unsere heutige Bedeutung an der einstigen angelehnt. Wie sah die Wandlung seiner Bedeutung aus und welches Bild ist der symbolischen Richtigkeit näher?! So lesen wir bereits bei den Germanen, dass der Adler zahlreiche Verwendung fand. Dort hat der Adler eine
wissende, wachende und übergeordnete Rolle. Er thront meist an der Spitze von etwas.

In der Edda im Grimnirlied 10 lesen wir von einem Aar (poetisch Adler), der über der Halle Wodans hängt. Dort befindet er sich sogar noch über einem Wolf, was seinen symbolisch übergeordneten Rang nur noch unterstreicht. Weiterhin befindet sich ein weiterer Adler im oberen Geäst Yggdrasils, nahe der Spitze. Sein germanischer Name ist uns heute nicht mehr bekannt, doch kennen wir ihn aus anderen Indo-germanischen Erzählungen. Dieser Adler repräsentiert alles Gute. Er ist der Gegenpol zu Nidhögger, der widerum alles Schlechte und Böse bedeutet. Nidhögger nagt an den Wurzeln der Weltenesche. Symbolisch kann der Weltenbaum in Verbinung zu dem Stamm/der Sippe der Menschen gebracht werden. Nidhögger ist also das entwurzelnde, drachen-und schlangenähnliche Wesen, das den Menschen seiner Herkunft berauben will. Wenn wir die Vergiifter von heute, die die Zerstörung der Völker vorantragen, als falsche Schlangen bezeichnen, finden wir bei uns eine den Ahnen identische Gedanken-und Meinungswelt vor. So lesen wir im Grimnismal 32 vom Eichhörnchen, in der Edda Ratatösker genannt, das die Worte dieses Adlers vernehmen kann und sie zu seinem Erzefeind bringt. Die Worte sind uns nicht bekannt, nicht ob sie mahnend, drohend oder diplomatisch anmuten. Doch aber, dass der Adler die Taten des Weltenfeindes sieht und sie beim Namen nennt. Der Adler als Wesen findet zahlreiche weitere Verwendung bei den Germanen, sei es als Blutadler (Todesritual), beim Riesen Suttung und Thiassi, oder beim Riesen Hräswelg, der mit seinen Flügelschwingen den Wind erzeugt (Wafthrudnirlied 36). Auch die Christen, die sich bei der Symbolwelt bei den Indo-Germanen bedienten, verglichen Jesus symbolisch mit Adlern, den Satan aber, seinen Gegenspieler, mit Schlangen. Weiterhin ist der Adler hier auch Symboltier für Johannes. Auch die Italiker, der Indo-Germanische Stamm, der ins Gebiet des heutigen Italiens wanderte und das römische Reich errichten sollte, widmete dem Adler besondere Bedeutung.

Der Adler ist Symboltier des höchsten Gottes Jupiter. So verwunderte es nicht, dass die römischen Kaiser den Adler verwendeten. So kam der Adler als Wappentier übrigens ins Heilige römische Reich deutscher Nation zurück. Dort im christianisierten Westgermanien, wo der Adler noch als gutes Wesen bekannt war, konnte sich dieses alte Symboltier sehr schnell als ein neues Wappentier behaupten. Der deutsche Adler ward widergeboren! Selbst der Göttervater der Griechen, Zeus persönlich, wurde oftmals mit Adlern dargestellt. Er soll von einem Adler und wilden Tauben aufgezogen worden sein. Auch hier muss der Adler als gutes, weises Wesen verstanden werden. In den Metamorphoseon Libri lesen wir von einem Daidalion, ein Sohn des Luzifer, der nach dem Verlust seiner Tochter von dem mittelgriechischen Bergstock Parnassos sprang, aber von Apollon gerettet wurde. Und zwar in dem er in einen Adler verwandelt wurde. Der Adler spiegelt auch die Ordnung Zeus wieder. Z.B bei dem gefesselten Prometheus, dem Zeus einen Adler auferlegt hat, mit dem Befehl ihm täglich seiner Leber Herr zu werden. Die Sumerer sahen in dem Adler einen Göttervogel, der Helden gen Himmel trug.

Ähnlich den germanischen Walküren, die die besten Krieger in die Anderswelt, oder nach Asgard brachten. Ebenfalls kennen wir aus dem Hindusimus ein halb-Mensch-, halb-Adlerartiges Tier namens Garuda. Ein Teil der Vorfahren der heutigen Inder waren weiße Indo-Germanen. Die von einer Urheimat im Land des Nordens bei den Himmelslichtern sprachen, und eine dem germanischen ähnlichen Sprache redeten. Sie bildeten die oberste weiße Kaste, waren Kulturbringer aus dem Schoße der Nordmenschen und brachten den heutigen Glauben in seinen Hauptbestandteilen in diese Region. Garuda ist das brahmanische Pendant zum namenslosen germanischen Vogel, der im Geäst des Weltenbaumes sitzt. Garuda wird mit der Sonne assoziiert und seine Feinde, die er verschlingt, sind die Schlangen. Letztendlich lässt sich sagen, dass der Adler überall als König der Lüfte angesehen wurde. So war es nicht abwegig ihn, da der Himmel/die Lüfte als gottnaher Ort gesehen wurde, eine gottgleiche Bedeutung zu zu sprechen. Der Adler ist ein Seelenvogel, der zur Sonne und zum Sonnenkult eine bestimmte Verbindung hat. Nicht die Christenheit, nicht die Moderne brachten uns den Adler als nationales Symbol, sondern stets die alten Ahnen und ihre Vorväter. Er ist Teil einer Form der Darstellung zwischen dem Kampf von Gut und Böse. Dem Ringen der Sonne und der Dunkelheit. Dem Endkampf und das darauffolgende Erscheinen des Lichtbringers. Der Adler ist mehr als der König der Lüfte. Er bringt uns Kunde von vergessenen, verleugneten, aber in seiner elementaren Bedeutung, unglaublich wichtigen Zeiten! ‘König Radbod’ Einer alten Legende zufolge war es dem christlichen Missionar Willibrord fast gelungen

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